Problematik

Bereits während der Ausbildung oder im Laufe der Berufsjahre entwickeln zahlreiche MusikerInnen charakteristische körperliche und psychische Beschwerden, die durch das intensive Üben und professionelle Instrumentalspiel oder Singen bedingt sind . 

Aus dieser zunehmenden Problematik heraus hat sich das Fach Musikphysiologie und Musikermedizin entwickelt.

Der wachsende Bedarf an musikermedizinischer Betreuung steht jedoch auch in Verbindung mit gesteigerten instrumentaltechnischen Anforderungen und einer oft perfektionistischen Erwartungshaltung von KünstlerInnen und Publikum.

An der Spitze der Beschwerden von Musikpraktizierenden stehen

    •    akute oder chronische Schmerzsyndrome

    •    Auftrittsängste

    •    Stressbelastung

Die schmerzhaften Symptome des Bewegungsapparates sind überwiegend begründet in der Übegewohnheit und der persönlichen Instrumentaltechnik. Viele Instrumente erfordern eine einseitige, asymmetrische Spielposition. Die baulichen und spieltechnischen Eigenschaften der Instrumente entsprechen kaum unseren natürlichen physiologischen Anlagen. Die dauerhafte, übermäßige Arbeit am Instrument führt in physiologische Grenzbereiche und bei ihrem Überschreiten zu Schmerzen.

In einer Sprechstunde höre und schaue ich mir gerne Deine Problematik an.  

Gegebenenfalls vermittle ich Dich an interdisziplinäre Fachkräfte, die sich auf Dein Thema spezialisiert haben, weiter.

Prävention

Musik ist gesund! Und doch kann professionelles Musizieren über viele Jahre auch störende Auswirkungen auf  Gesundheit und Lebensqualität haben. Körperliches und seelisches Wohlbefinden sind jedoch wichtige Voraussetzungen dafür, dass sich die künstlerischen Potentiale entfalten und MusikerInnen ihren Berufsalltag erfolgreich bewältigen können - ein Leben lang.

Der aufmerksame Musikpädagoge sensibilisiert seine Schüler dafür, von Anfang an fürsorglich  seinen Körper und Geist beim Üben zu pflegen.

Das frühzeitige Erkennen individueller Risikofaktoren sowie die Beachtung physiologischer Grundsätze bereits ab Beginn der Ausbildung bedeuten eine effektive Vorbeugung von Musikererkrankungen. 

Der Begriff Physiologie bezeichnet die Lehre von den normalen Lebensvorgängen: Sich der am Musizieren beteiligten Abläufe im Körper bewusst zu sein und zumindest einige anatomische, physiologische, biomechanische und psychologische Grundkenntnisse über diese Vorgänge zu besitzen, ist Voraussetzung für ein beschwerdefreies Singen und Instrumentalspiel und für die Entwicklung individueller gesundheitsförderlicher Strategien.


Themen der Prävention

  • Körpertraining 
  • instrumentalspezifisches Aufwärmen
  • Wahrnehmung und Erkennen körperlicher-mentaler-psychischer Zusammenhänge beim Musizieren
  • Achtsamkeit
  • Übe- und Lernverhalten, Übehygiene
  • Stressbewältigung
  • Auftrittstraining


In Workshops und Kursen sowie in der Einzelberatung vermittle ich diese Themen.

Musik Erleben - Musikergesundheit

Musik Erleben - Musik Lebendig

Sabine Kubasch